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Hardware - Glossar

Dieses kleine Glossar soll die wichtigsten Komponenten in einem Computer kurz und auf einfacher Weise erklären.

 

Das Gehäuse eines Computers

Das Gehäuse umfasst alle Hardware-Komponenten in einem. Es gibt Gehäuse in 3 verschiedenen Ausführungen:

dem Mini-Tower - kleines Gehäuse

dem Midi-Tower - mittlere Ausführung

der Big-Tower - für viel Platz

Das Netzteil - die Stromversorgung eines Computers

Das Netzteil versorgt alle Komponenten mit ausreichend Strom. Daher sollte es gut dimensioniert sein, es sollte über ausreichend Watt verfügen. Computer mit einer leistungsfähigen Grafikkarte sollten mindestens über ein 400 Watt Netzteil verfügen.

 

Das Mainboard - hier läuft alles zusammen

Das Mainboard ist das Herz des Computers. Alle weiteren Komponenten werden hier über Leitungen mit Daten, dem sogenannten Bussystem, versorgt. Moderne Mainboards kommen als ATX/ATX2-Formfaktor daher.

 

Die CPU (Central Processing Unit)

Die CPU ist die Hauptrecheneinheit im Computer. Sie ist mit mehreren Millionen Transistorschaltungen versehen. Moderne CPU's benötigen viel Strom. Auch hier gilt: Je stärker und leistungsfähiger die CPU, desto mehr Strom braucht sie. Moderne CPU's werden mittlerweile in 65nm oder 45nm gefertigt. Je kleiner diese Zahl ist, desto enger sind die Schaltkreise auf dem sogenannten Prozessorkern (dem Die) angeordnet. Neuere Prozessoren takten mit einer Frequenz von mindestens 2 Gigahertz und verfügen über mindestens 2 Kerne.

 

RAM-Speicher (Random Access Memory)

Der RAM-Speicher ist ein flüchtiger Speicher, der Daten aufnehmen kann. Wird der Computer ausgeschaltet, gehen alle im RAM gespeicherten Daten verloren. Moderne RAM-Module gibt es mit einer Größe von 2 oder mehr Gigabyte. DDR2-Speicher, der zur Zeit aktuelle Standard, taktet mit einer Frequenz von 533 MHz, 667 MHz und 800 MHz. Je höher die Taktfrequenz, desto schneller kann der Speicher die Daten pro Taktzyklus aufnehmen. DDR ist die Abkürzung für Double Data Rate, pro Taktzyklus werden 2 Datenbytes übertragen. 

 

Die Grafikkarte

Die Grafikkarte versorgt den Monitor mit Bildinformationen. Moderne Grafikkarten werden über den PCI-Express Bus versorgt, ältere finden immer noch in dem etwas betagten AGP-Slot Platz. Grafikkarten kommen entweder als On-Board-Lösung mit sogenanntem Shared-Memory, oder mit eigenem Speicher daher. Dabei nimmt sich die Grafikkarte vom installierten Hauptspeicher einen vorher im BIOS (Basic Input Output System) eingestellten Teil als Grafikspeicher. Neure Karten verwenden eigenen Speicher und sind mittlerweile mit bis zu 1 Gigabyte Grafikspeicher ausgestattet. Auch hier gilt: Je größer und leistungsfähiger die Grafikkarte, desto stärker sollte das Netzteil sein.

 

Die Netzwerkkarte

Die Netzwerkkarte, auch Ethernetkarte genannt, wird verwendet, um Rechner miteinander zu verbinden - diese Rechner können dann miteinander Daten austauschen. Werden mehr als 2 Rechner miteinander verbunden, muss ein Router oder ein Switch dazwischen geschaltet werden. Diese Geräte steuern die Kommunikation zwischen den Computern. Zwei Computer werden direkt über ein Cross-Kabel miteinander verbunden. Der Stecker eines Netzwerkkabels wird RJ45 genannt. Bei mehreren Computern, die über ein Switch oder Router verbunden werden, müssen sogenannte Patch-Kabel verwendet werden. Auch die Verbindung ins Internet über eine DSL-Leitung erfolgt über diese Netzwerkkarte.

 

Die Soundkarte - hier spielt die Musik

Über die Soundkarte werden Musik und Töne wiedergegeben. Moderne Soundkarten werden über den PCI-Bus oder den PCI-Express-Bus angesteuert. Viele neuere Mainboards kommen mit einer On-Board-Soundkarte daher, die durchaus gute Klangeigenschaften bietet. Karten der gehobenen Preisklasse besitzen einen DSP-Prozessor (Digital Signal Prozessor), die der CPU Rechenleistung abnehmen kann. Die meisten Soundkarten verfügen über mehrere Ausgangskanäle. Sie können zum Beispiel Filme mit mehreren Kanälen abspielen - und dies in überaus guter Qualität.

 

Die Festplatte (Hard Disc Device)

Die Festplatte ist ein nicht-flüchtiger Speicherriese - Daten gehen nach dem Ausschalten des Computers nicht verloren. Bei der Geschwindigkeit einer Festplatte spielen mehrere Faktoren eine große Rolle. Drehte früher die Magnetscheibe einer Festplatte noch mit 4500 oder 5400 Umdrehungen pro Minute, gibt es heute Festplatten, die mit 7200 oder sogar 10000 Umdrehungen pro Minute rotieren. Je schneller eine Platte dreht, desto schneller wandern die benötigten Daten unter dem Schreib-/Lesekopf und können verarbeitet werden. Festplatten sind mit einem zusätzlichen flüchtigen Speicher ausgestattet - dem Cache. Hier werden alle Daten zwischengespeichert und können bei erneutem Lesen sehr schnell abgerufen werden, da sie sich noch im Cache befinden. Neuere Festplatten verfügen über mindestens 8 Megabyte Cache.

 

Das DVD-Laufwerk

Auch das DVD-Laufwerk wird als nicht-flüchtiger Speicher bezeichnet. Moderne Laufwerke können alle Arten von Silberscheiben (Datenträger) lesen und auch beschreiben. Dabei werden folgende Formate unterschieden:

Die CD-ROM

Sie ist mit bis zu 700 Megabyte an Daten oder Musik beschrieben und kann nur gelesen werden. Viele Programme werden noch auf einer CD-ROM ausgeliefert.

Die CD-R

Diese nur einmal beschreibbare Scheibe nimmt Daten und Musik mit einer Kapazität von bis zu 700, teilweise auch bis zu 870 Megabyte auf.

Die CD-RW

Diese Scheibe kann selber mit Daten und Musik beschrieben werden und besitzt eine Kapazität von bis zu 700 Megabyte. Der Vorteil dieser Scheibe ist der, dass man sie immer wieder löschen und neu beschreiben kann.

Die DVD-R/+R

Bei diesen Scheiben handelt es sich um einmal beschreibbare Medien mit einer Kapazität von 4,7 Gigabyte. Weiterhin werden auch Rohlinge angeboten, die Daten von bis zu 9 Gigabyte aufnehmen können. Diese Rohlinge werden dann Dual-Layer oder auch Double-Layer genannt, weil sie in 2 Schichten beschrieben werden können. Dieses Speicherformat muss natürlich auch das Laufwerk beherrschen.

Die DVD-RW/+RW

Auch diese Medien nehmen Daten von bis zu 4,7 Gigabyte auf, jedoch können sie wieder gelöscht und neu beschrieben werden. Diese Silberscheiben haben sich als Datenspeicher zur Aufbewahrung wichtiger Daten bewährt.

Die DVD-RAM

Die Scheibe einer DVD-RAM ist in Sektoren unterteilt. Sie wird beschrieben wie eine Festplatte und gilt als das zuverlässigste Medium. Die DVD-RAM nimmt Daten von bis zu 4,7 Gigabyte auf. Jedoch können nicht alle Laufwerke diese Medien lesen oder beschreiben.

Die BluRay-Disc

Dieses neue Medium kommt mit einer Kapazität von bis zu 50 Gigabyte daher. Jedoch sind diese Laufwerke noch sehr teuer und noch nicht verbreitet.

In älteren Computern befindet sich noch ein Diskettenlaufwerk (Floppy Disc Device). Dieses Laufwerk kann Disketten mit einer Kapazität von 1,4 Megabyte lesen und schreiben und findet in heutigen Computern jedoch kaum noch Einsatz.